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Mär05

Testfamilie

Testfamilie

Projekt

Unsere „Testfamilie“ versucht sich seit dem dem 15. April 2012 einen Monat lang mit regionalen, saisonalen und ökologisch oder biologisch angebauten Lebensmitteln zu ernähren.
 

Eine tierartgerechte Haltung der Nutztiere spielt hierbei auch eine Rolle.
 

Die teilnehmende Familie berichtet regelmäßig, ob und welche Probleme es bei der Beschaffung gibt, welche Preisunterschiede es bis zum bisherigen Ernährungsverhalten gibt und erläutert, wo es aus ihrer Sicht Ansätze geben könnte, die Versorgung mit regional, ökologisch oder biologisch angebauten Lebensmitteln zu verbessern. Zur Unterstützung erhält sie einen Saisonkalender Obst & Gemüse.
 

Die Familie verplichtet sich, ein Tagebuch zu führen sowie eine Dokumentation per Video anfertigen zu lassen, die in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Zudem wird in verschiedenen Printmedien darüber berichtet.


Der Südwestrundfunk wird in seinem Radioprogramm zu Anfang und während des Projektes davon berichten.

Zum Abschluss bietet der Südwestrundfunk in seinem Vormittagsprogramm an einem Samstag, seinen Hörern die Möglichkeit sich zu den erarbeiteten Themen zu äußern. Spitzenköchin Eva Eppard wird in diesem Rahmenprogramm live Gerichte von den Produkten zubereiten, die von der Familie eingekauft wurden.


Auf unserer Plattform, sowie auf Facebook können sich weitere Internetnutzer mit ihren Erfahrungen und eventuellen Verbesserungsvorschlägen einbringen und sich mit der Familie öffentlich austauschen.


Die teilnehmende Familie wird die Quittungen von Einkäufen aufbewahren und für diesen Zeitraum ein Haushaltsbuch führen.


Vergütung

Die Familie erhält nach Abschluss des Projektes einen Lebensmittelgutschein in Höhe von 500 Euro vom Hofladen der Familie Ullenbruch in Maria Laach sowie ein Exemplar des Maifeld Kochbuchs von Petra Fath.


Ziel

Ziel dieser Aktion ist es, aufzuzeigen worin die Probleme liegen, den Verbraucher mit regional und nachhaltig erzeugten Lebensmitteln zu versorgen und wo es Ansätze geben könnte, die Versorgung regionaler Produkte weiter zu optimieren. Des Weiteren möchten wir aufzeigen ob es finanzielle Unterschiede zum bisherigen Ernährungsverhalten gibt.


Die Versorgung von regionalen, ökologisch oder biologisch angebauten Lebensmitteln könnte einher gehen mit einer nachhaltigen Entwicklung regionaler, ländlicher Strukturen. Die Öko-Bilanzen könnten verbessert werden, und die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich könnte eine Steigerung erfahren.

Diese Lebensmittel einzukaufen bietet die Möglichkeit, attraktive und gesunde Landschaften zu erhalten und die Verbraucher mit frischen Waren zu versorgen.

Start: 15.04.2012

Heute, am 15. April, ist unsere Testfamilie aus Rieden gestartet, die einen Monat lang versucht sich mit regionalen, saisonalen und ökologisch oder biologisch angebauten Lebensmitteln zu ernähren. Ab kommenden Freitag berichten wir einmal wöchentlich wie es der Familie ergangen ist.

foto3_testfamilie_web

1. bis 2. Woche

Kurzer Zwischenbericht unserer Testfamilie:

Bisher hat sich unsere Familie Kranz aus Rieden erfolgreich geschlagen, mit kleinen Hindernissen zu Beginn. Auch das erste Interview mit dem SWR-Hörfunk wurde erfolgreich gemeistert.

Die erste Woche war recht aufregend und die Zeit, die zum einkaufen aufgewendet werden musste, war höher als bisher.

Doch nach intensiven Recherchen, wo man den nun regionale Lebensmittel erhalten kann, wurden die folgenden Tage etwas entspannter und das Einkaufs-Tagebuch wird immer voller.

Das morgendliche, selbst hergestellte Müsli, musste bisweilen auf Sonnenblumenkerne verzichten weil diese Zutat nicht aus regionalen Quellen stammt (bzw. es konnte noch keine Quelle ausfindig gemacht werden), sondern fast ausschließlich aus den USA und China zu uns importiert wird, wie uns der Vater nach einem Gespräch mit einem Lieferanten berichtete.

Der Bedarf an Fleisch, der bei dieser Familie naturgemäß nicht sehr hoch ist, wurde bisher vom örtlichen Metzger, der seine Produkte von zwei Landwirten aus der Region bezieht, gedeckt.

Der nächste Schritt wird hier sein, die Landwirte zu fragen ob man einen Einblick in die Haltung der Tiere bekommen darf, denn die Einhaltung des Tierschutzes steht bei ihnen oben auf der Liste.

In relativer Nähe ihres Wohnortes konnten Sie eine Bezugsquelle ausfindig machen, wo sie frische Milch direkt von Kühen erhalten können. Hier waren sie freudig überrascht dass es so etwas heute noch gibt.
„Früher konnten wir die Milch bei uns im Dorf von zahlreichen Bauern erhalten“ wußte uns die Mutter der Familie zu berichten und wurde so von Kindheitserlebnissen eingeholt.

Nudeln z. B. wurden von der Mutter der Familie selbst, mit Zutaten aus der Region hergestellt.

Auch die Kinder sind bisher noch gut gelaunt, denn anstelle ihrer morgendlichen Nuss-Nougat-Creme hatte ihre Mutter Rahm, wie man in früher noch kannte, ihren Kinder auf die Brote geschmiert.
Die Kinder sind total begeistert davon wie sie uns selbst berichteten.
Wir von Weitblick haben selbst eine „Rahmstulle“ probiert und wir stimmen dem Urteil der Kinder zu.

Eine kleine Herausforderung wartet in Kürze auf die Familie, denn der Vater hat Geburtstag und möchte diesen nur mit regionalen Lebensmitteln gestalten.

Nach ca. zweijähriger Vorbereitungszeit wird sich der Familienvater in Kürze zwei Bienenvölker anschaffen um seinen eigenen Honig zu produzieren.

Finanzielles:
Der finanzielle Aufwand bei Käse und Milch ist nach aktuellem Wissen nicht höher als bisher.
Wie sich der komplette Monat hinsichtlich der Ausgaben im Bezug auf die bisherige Ernährungsweise gestaltet, erfahren Sie liebe Leser zum Abschluß des Projektes.

Zwischenfazit:
Die erste Erkenntnis der Familie ist, dass sie jetzt noch mehr als bisher darauf achten wo ihre Lebensmittel herkommen.
Sie planen in Zukunft auch bewusster ihre Einkäufe so dass sie z. B. keine „überflüssigen“ Lebensmittel einkaufen die eventuell nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums weggeworfen werden müssten.

Auch nach Abschluß des Projektes werden sie verstärkt auf regionale Produkte und deren Herkunft achten.

3. Woche

4. Woche

Bildergalerie

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Familie Kranz beim Einkauf im Hofladen
(Foto: Volker Hochreuther)
 

testfamilie_kaelbchen
Mutter und Tochter schauen wie die Tiere des Hofladens gehalten werden
(Foto: Volker Hochreuther)
 

Fazit


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Fragen und Antworten (1)

  • Katrin

    18 April 2012 at 15:02 |
    Hallo Weitblick Team, Eure Idee mit der Testfamilie finde ich echt gut.
    Ich bin auf das Ergebnis gespannt!
    Gruß Katrin A.

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