Nov26

Leitfaden zur sozialen Verantwortung

Leitfaden zur sozialen Verantwortung

Soziale Verantwortung zu zeigen ist in unserer heutigen Zeit sehr modern geworden. Viele Modeunternehmen werben regelrecht damit, wie sozial sie sind.

Aber wem können wir als Käufer trauen und woran erkennen wir vertrauenswürdige Unternehmen? Und was können wir tun, um richtig zu konsumieren?
 

Diese 7 Grundregeln verhelfen euch richtig zu handeln:

  1. nachhaltiger Konsum: Ihr solltet gezieltere Kaufentscheidungen treffen, so dass eure einzelnen Kleidungsstücke viele unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten bieten.
  2. nachhaltiger Umgang mit der Kleidung: durch Recycling und die richtige Pflege könnt ihr die Lebensdauer eurer Kleidung verlängern. Damit wirkt ihr den schnell wechselnden Modezyklen entgegen.
  3. Kein Kauf von Kleidung aus Billigimportländern: Vertraut eurer Nase. Meidet Läden, in denen es offensichtlich nach Chemie und Plastik stinkt. Zudem hilft ein Blick ins Etikett. Dieses verrät euch den Produktionsort und die Materialzusammensetzung. Chemische Stoffe solltet ihr unbedingt meiden. Diese können eure Haut reizen und sogar zu Hautallergien führen. Zudem könnt ihr euch sicher sein, dass die Ware aus Billigimportländern unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen hergestellt wurde.
  4. Unterstützt nachhaltig ausgerichtete Modeunternehmen: In unserer Rubrik „Ratgeber" findet ihr vertrauenswürdige Betriebe. Werft auch hier beim shoppen mal einen Blick ins Etikett. Dieses wird euch verraten, dass die Bekleidung meist in dem Land hergestellt wurde, indem der Firmensitz des Labels ist. Somit könnt ihr euch sicher sein, dass im Gegensatz zu der Billigkleidung soziale Standards für Mensch und Umwelt erfüllt werden. Außerdem ist die Materialzusammensetzung natürlich ökologisch hochwertig.
  5. zeigt Bereitschaft: Setzt euch mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinander. Hinterfragt genauer Produktinformationen und fordert von den Läden Auskünfte. Wenn das Unternehmen nichts zu verbergen hat, klären euch die Angestellten gerne über Einzelheiten auf.
  6. Ihr habt die Macht! Wenn ihr verstärkt in nachhaltigen Läden einkauft und Produktinfos einfordert, übt ihr langfristig betrachtet Druck auf die restliche Modebranche aus. Diese wird auf kurz oder lang gezwungen sein ihre Unternehmenskonzepte transparent und authentisch zu gestalten, um euch als Kunden zu gewinnen.
  7. Versucht modische Trends mit der Gesundheit für Mensch und Umwelt gleichzusetzen und nach sozial-ökologischen Kriterien einzukaufen


Nun ist es aber gar nichts so leicht zu erkennen, welches Modeunternehmen ernsthaft eine sozial-ökologisch ausgerichtete Firmenphilosophie betreibt und wer sich nur mit Begriffen wie „Öko", „Grün" und „Fair" schmückt. So genannte „Greenwasher" sind schwer zu erkennen.

Auch hier kann euch der erstellte Leitfaden verhelfen die vertrauenswürdigen Unternehmen von den schwarzen Schafen zu unterscheiden: 

  1. jährliche Nachhaltigkeitsberichte: Betriebe, die nichts zu verbergen haben stellen ihre firmeninternen Fakten, sowie sozialen und ökologischen Projekte in Form eines Nachhaltigkeitsberichtes offen vor. Dabei werden die negativen Aspekte genauso beleuchtet, wie die positiven. Diese versucht das Unternehmen mithilfe verschiedener Konzepte zu beseitigen. Viele Firmen stellten Zusammenfassungen dieser Berichte auf ihrer Homepage zur Einsicht.
  2. Glaubwürdige Unternehmen investieren in technische Erneuerungen. Im Sinne eines sozial- und umweltbewussten Unternehmens wird fortwährend geforscht.
  3. Nachhaltig ausgerichtete Betriebe betrachten den Erlass neuer Gesetze nicht als eine Barriere die es zu überwinden gilt, sondern unterstützen die Politik in dem Erlass neuer sinnvoller Gesetze.
  4. kein Missbrauch ökologischen Jargons: wie bereits erwähnt werden Begriffe wie „politisch korrekt" oder „ökologisch wertvoll" nicht sinn- und wahllos benutzt.
  5. damit verbunden ist die „grüne" und positive Bildersprache. Das Unternehmen betreibt keine gezielte Werbeform mit grünen Landschaften, blauem Himmel und strahlender Sonne.
  6. Folglich → die Unternehmensverantwortung wird nicht unnötig betont: Vertrauenswürdige Firmen schreiben nicht nur über Lösungsansätze und stilisieren sich nicht zu Umweltschützern. Sie wollen nicht verantwortungsbewusst erscheinen, sie sind es und tun auch was dafür! Durch Einbezug externen Qualitätsprüfungsstellen wie z.B. den IVN setzen sie ihre Gütekriterien hoch und vermitteln Transparenz und Glaubwürdigkeit.
  7. Achtung! Meist erkennt ihr schwarze Schafe daran, dass sie sich mit firmeninternen Gütesiegeln schmücken. Die Qualitätskriterien sind oft sehr niedrig gesetzt, damit sie auf der „grünen Welle" mitsurfen können. Solchen Zertifizierungen ist meist kein Glaube zu schenken

Autorin: Natalie Nadobny
 www.modeaffaire.de

Aufrufe:

11557

Social Bookmarks

Fragen und Antworten (1)

  • Doris Lang

    07 Mai 2012 at 09:37 |
    Eine gute Alternative ist laut ARD - Vergleich von Firmen: Hess Natur Textilien und Läden.
    Sie bieten laut Katalog Mode an, die unbedenklich ist, die Menschen achtet, die sie fertigen und die die Natürlichkeit unserer Welt beschützt. Für diesen Unterschied sollten Sie sich entscheiden.

Bitte Kommentar schreiben

Sie kommentieren als Gast.

Neues im Weitblick Blog

Database Error: Verbindung zur Datenbank nicht möglich:Could not connect to MySQL

Anmeldung



Weitblick Unterstützer:  Volksbank RheinAhrEifel eG
Weitblick unterstützt:  Ambulantes Kinderhospiz Koblenz